Hausbergschule Butzbach

Hochbegabtenförderung

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Aktualisiertes Konzept zur

Hochbegabtenförderung an der Hausbergschule

1. Einzugsbereich und räumliche Situation der Hausbergschule 2. Strukturelle und konzeptionelle Voraussetzungen zur Hochbegabtenförderung an der Hausbergschule 2.1 Organisatorische Vorbedingungen zum Umgang mit hochbegabten Kindern 2.1.1 Eingangsstufenkonzept 2.1.2 Unterrichtsprinzipien und Kriterien zum Überspringen einer Jahrgangsstufe 2.1.3 Angebot von Arbeitsgemeinschaften und Kursen für Hochbegabte 2.2 Identifizierung hochbegabter Schülerinnen und Schüler 2.2.1 Diagnose vor Schulbeginn und in den ersten Schulwoche 2.2.2 Schuleingangsdiagnostik 2.2.3 Perpetuierende Beobachtung anhand eines Kriterienkatalogs 2.3  Dokumentation des Lernstands und Erstellung individueller Forderpläne 2.4 Qualifizierte Elternberatung 2.4.1 Elterngespräche zur Diagnosevervollständigung 2.4.2 Förderung des Elternengagements 2.5 Fachlicher Austausch mit weiteren Institutionen 2.5.1 Hochbegabten-Früherkennung in Zusammenarbeit mit außerschulischen Institutionen 2.5.2 Schulnetzwerk zur Hochbegabtenförderung 2.6 Fort- und Weiterbildung von Lehrkräften der Hausbergschule 2.7 Evaluation und Dokumentation 3. Ausblick

1.

Einzugsbereich und räumliche Situation der Hausbergschule

Die    

Hausbergschule    

ist    

eine    

zweizügige    

Grundschule    

des    

Wetteraukreises    

mit    

jahrgangsgemischter

Eingangsstufe  

und  

flexiblem  

Schulanfang.  

Sie  

wird  

von  

den  

Kindern  

der  

Butzbacher  

Stadtteile  

Hoch-Weisel,

Fauerbach,  

Münster,  

Bodenrod,  

Maibach,  

Wiesental,  

Hausen,  

Hausen-Oes,  

der  

Waldsiedlung  

Butzbach  

sowie

des  

Langgönser  

Ortsteils  

Espa  

(Kreis  

Gießen)  

besucht.  

Hinzu  

kommen  

einige  

Kinder  

mit  

Gestattungsanträgen

aus der Stadt Butzbach, anderen Butzbacher Stadtteilen, Ostheim sowie Ober Mörlen.

Aufgrund  

des  

ländlichen  

Einzugsbereiches  

ist  

die  

Zahl  

der  

Kinder  

mit  

Migrationshintergrund  

mit  

ca.  

4  

bis  

5  

%

gering.

Vier   

Kinder   

mit   

IB-Maßnahmen   

mit   

Schwerpunkt   

im   

Bereich   

Lernen   

sowie   

23   

Kinder   

mit   

Vorbeugenden

Maßnahmen im Bereich Lernen, Sprache oder ESE nehmen am inklusiven Unterricht in 10 Klassen teil.

Die   

Gebäude   

der   

Hausbergschule   

stehen   

auf   

einem   

sehr   

großen   

Gelände   

in   

Ortsrandlage   

am   

Fuße   

des

Hausbergs.  

Das  

zweistöckige  

Hauptgebäude  

ist  

ein  

typischer  

Betonbau  

aus  

den  

siebziger  

Jahren.  

Hier  

sind

neben  

8  

Klassenräumen  

2  

Gruppenräume  

mit  

Nutzung  

im  

sozialpädagogischen  

Bereich,  

ein  

Lehrmittelraum

und    

die    

Verwaltung    

zu    

finden.    

In    

den    

Klassenräumen    

des    

Hauptgebäudes    

sind    

auf    

jedem    

Flur    

2

jahrgangsgemischte  

Eingangsstufenklassen,  

ein  

zweites  

Schuljahr  

und  

ein  

drittes  

Schuljahr  

untergebracht.  

Die

beiden  

vierten  

Schuljahre  

arbeiten  

in  

einem  

Pavillon.  

Der  

andere  

Pavillion  

wird  

als  

Lesestube  

und  

Arbeitsraum

zur  

differenzierten  

Förder-  

und  

Forderarbeit  

genutzt.  

Der  

zweite  

Raum  

wird  

vom  

Betreuungsverein  

der  

Schule

genutzt.   

Im   

Untergeschoss   

des   

ebenfalls   

auf   

dem   

Gelände   

befindlichen   

Nebengebäudes   

befindet   

sich   

ein

weiterer   

Raum.   

Dieser   

wird   

zurzeit   

für   

die   

Proben   

des   

Schulchores,   

Musikunterricht   

am   

Vormittag,   

die

außerschulischen  

Angebote  

der  

Butzbacher  

Musikschule  

sowie  

für  

Freispielangebote  

im  

Rahmen  

des  

Ganztages  

 

genutzt. Andere Fachräume stehen der Schule nicht zur Verfügung.

2.

Strukturelle und konzeptionelle Voraussetzungen zur

Hochbegabtenförderung an der Hausbergschule

2.1

Organisatorische Vorbedingungen zum Umgang mit hochbegabten Kindern

2.1.1

Eingangsstufenkonzept

An  

der  

Hausbergschule  

wird  

seit  

1995  

in  

der  

Eingangsstufe  

in  

jahrgangsgemischten  

Stammgruppen  

gearbeitet.

Vom  

01.08.1998  

bis  

zum  

31.07.2004  

nahm  

die  

Schule  

am  

Schulversuch  

„Neukonzeption  

der  

Schuleingangsstufe“

des  

Hessischen  

Kultusministeriums  

teil.  

Aus  

dieser  

Arbeit  

entwickelte  

sich  

der  

Flexible  

Schulanfang,  

der  

seit

dem  

01.08.2007  

Bestand  

hat  

und  

nach  

dessen  

Vorgaben  

bis  

heute  

gearbeitet  

wird.  

Zu  

diesen  

Vorgaben  

gehören

unter   

anderem   

die   

jahrgangsgemischte   

Arbeit   

in   

den   

Stufen   

E1   

und   

E2,   

der   

flexible   

Verbleib   

in   

der

Eingangsstufe  

von  

ein  

bis  

drei  

Jahren,  

die  

Möglichkeit  

der  

halbjährlichen  

Einschulung  

sowie  

die  

Aufnahme

sogenannten   

Kann-Kann-Kinder.   

Unterrichtsprinzipien,   

die   

aus   

dem   

Arbeiten   

in   

jahrgangssgemischten

Gruppen   

entwickelt   

wurden,   

sind   

vor   

allem   

die   

Binnendifferenzierung,   

die   

individuelle   

Begleitung   

von

Lernprozessen und das Lernen der Kinder in ihrem eigenen Arbeitstempo.

2.1.2

Unterrichtsprinzipien und Kriterien zum Überspringen einer Jahrgangsstufe

An  

der  

Hausbergschule  

steht  

das  

themenorientierte  

Arbeiten  

im  

Vordergrund.  

Die  

Kinder  

arbeiten  

über  

einen

gewissen  

Zeitraum  

(in  

der  

Eingangsstufe  

meist  

eine  

Woche  

lang,  

in  

höheren  

Jahrgängen  

oft  

auch  

länger)  

an

einem  

Inhalt.  

Dieses  

Thema  

wird  

von  

der  

Lehrkraft  

so  

vorbereitet,  

dass  

alle  

Kinder  

die  

Möglichkeit  

haben,  

sich

entsprechend    

ihrer    

Fähigkeiten    

und    

Fertigkeiten    

einzubringen    

und    

unterschiedliche    

Leistungsniveaus

berücksichtigt   

werden.   

Begabte   

Kinder   

bringen   

ihr   

Wissen   

ein,   

und   

bekommen   

durch   

weiterführende

Herausforderungen  

die  

Gelegenheit  

so  

zu  

arbeiten,  

dass  

sie  

gefordert  

werden.  

All  

diese  

Möglichkeiten  

und

Prinzipien  

haben  

dazu  

geführt,  

dass  

besonders  

begabten  

Kindern  

in  

ihren  

individuellen  

Bedürfnissen  

Rechnung

getragen  

werden  

kann.  

Über  

die  

individualisierten  

Lernprozesse  

innerhalb  

der  

Binnendifferenzierung  

und  

die

unterrichtsergänzenden  

Angebote  

hinaus,  

haben  

besonders  

begabte  

Kinder  

die  

Möglichkeit,  

in  

einem  

Fach,  

in

dem   

sie   

besondere   

Leistungen   

zeigen,   

eine   

höhere   

Jahrgangsstufe   

zu   

besuchen.   

Bei   

überdurchschnittlichen

Leistungen  

in  

mehreren  

Fächern  

und  

einer  

stabilen  

emotionalen  

Entwicklung  

ist  

es  

für  

die  

Kinder  

möglich,  

eine

Jahrgangsstufe  

zu  

überspringen.  

Dabei  

hat  

die  

Erfahrung  

gezeigt,  

dass  

der  

Sprung  

von  

der  

E1  

ins  

zweite

Schuljahr  

für  

die  

Kinder  

am  

besten  

zu  

bewältigen  

ist,  

weil  

sie  

als  

Teil  

einer  

Gruppe,  

in  

die  

sie  

bereits  

im

laufenden  

Schuljahr  

integriert  

waren,  

in  

die  

nächsthöhere  

Klasse  

wechseln.  

Vereinzelt  

haben  

auch  

Kinder  

die

Jahrgangsstufe 2 übersprungen. Kriterien für das Überspringen einer Jahrgangsstufe sind:

überdurchschnittliche mündliche und schriftliche Leistungen in den Hauptfächern

emotionale Stabilität

die  

Einschätzung,  

dass  

das  

Kind  

auch  

in  

der  

höheren  

Jahrgangsstufe  

im  

oberen  

Leistungsbereich  

der  

Klasse

mitarbeiten kann

Diese  

Kriterien  

orientieren  

sich  

an  

den  

Vorgaben  

im  

Hessischen  

Schulgesetz  

und  

gehen  

in  

jede  

Entscheidung  

der

Klassenkonferenzen ein, die über das Überspringen einer Jahrgangsstufe eines Kindes gemeinsam entscheidet.

2.1.3

Angebot von Arbeitsgemeinschaften und Kursen für Hochbegabte

Neben  

den  

binnendifferenzierten  

Angeboten  

sind  

in  

der  

Stundentafel  

Arbeitsgemeinschaften  

und  

Kurse  

für

begabte  

Kinder  

vorgesehen.  

In  

der  

Schuleingangsstufe  

und  

in  

der  

Grundstufe  

gibt  

es  

je  

einen  

Forderkurs  

für

mathematisch  

besonders  

interessierte  

Kinder.  

Außerdem  

gibt  

es  

ein  

Angebot  

im  

Bereich  

Frühenglisch  

und  

einen

Forscherkurs   

in   

dem   

besonders   

naturwissenschaftliche   

Phänomene   

untersucht   

werden.   

Im   

Jahrgang   

zwei

können  

wissbegierige  

Kinder  

wochenweise  

in  

einer  

Forschergruppe  

arbeiten.  

In  

der  

Grundstufe  

sind  

ebenfalls

Knobelkurse – überwiegend für Mathematik – eingerichtet.

2.2

Identifizierung hochbegabter Schülerinnen und Schüler

2.2.1

Diagnose vor Schulbeginn und in den ersten Schulwoche

Aufbauend  

auf  

den  

Beobachtungen  

der  

Erzieherinnen  

aus  

dem  

Kindergarten,  

Gesprächen  

mit  

Eltern  

und  

den

Ergebnissen   

der   

Eingangsdiagnostik   

ist   

es   

möglich   

schon   

frühzeitig   

besonders   

begabte   

Schülerinnen   

und

Schüler   

zu   

identifizieren   

(s.   

Konzept   

Eingangsdiagnostik).   

Am   

Anmeldetag   

werden   

erste   

Eindrücke   

und

Beobachtungen   

durch   

die   

Sozialpädagoginnen   

gesammelt.   

Hierfür   

wird   

der   

Sozialpädagogische   

Raum   

so

vorbereitet,  

dass  

die  

Kinder  

Gelegenheit  

haben,  

verschiedene  

Spiele  

auszuprobieren,  

feinmotorisch  

tätig  

zu

werden,  

mit  

anderen  

in  

Kontakt  

zu  

treten  

und  

ihre  

Fertigkeiten  

in  

den  

Kulturtechniken  

zu  

demonstrieren.  

Die

beobachtenden  

sozialpädagogischen  

Fachkräfte  

kommen  

mit  

den  

Kindern  

in  

Kontakt,  

spielen  

und  

beschäftigen

sich mit ihnen. Dabei beobachten sie die Kinder in folgenden Bereichen:

emotionale Stabilität

soziale Kompetenzen

Sprachentwicklung

Fein- und Grobmotorik

Aufnahmefähigkeit

Fertigkeiten in den Kulturtechniken

Bei  

den  

Kindern,  

die  

als  

Kann-Kann-Kinder  

die  

Hausbergschule  

besuchen  

sollen,  

wird  

in  

den  

Bereichen  

der

Kulturtechniken aber auch der emotionalen Stabilität ein besonderes Beobachtungsgewicht gelegt.

2.2.2

Schuleingangsdiagnostik

In  

den  

ersten  

Schulwochen  

richten  

die  

Sozialpädagoginnen  

durch  

Beobachtung  

der  

Kinder  

in  

unterschiedlichen

Situationen  

ihre  

Aufmerksamkeit  

insbesondere  

auf  

deren  

Vorkenntnisse  

und  

feinmotorischen  

Fertigkeiten.  

In

Kleingruppen  

werden  

sprachliche  

Möglichkeiten,  

Wortschatz  

und  

Ausdrucksfähigkeit  

sowie  

Richtungshören,

Geräusche Differenzierung, Reime bilden, Silben klatschen und Anlaute hören, überprüft.

2.2.3

Perpetuierende Beobachtung anhand eines Kriterienkatalogs

In   

den   

höheren   

Jahrgangsstufen   

wird   

vor   

allem   

die   

Hamburger   

Schreibeprobe   

herangezogen.   

Ebenso   

die

Diagnosebögen  

zu  

den  

verschiedenen  

Fähigkeitsbereichen  

(KOMM  

MIT  

RECHNE  

MIT,  

Finken  

Verlag),  

aber

auch die Ergebnisse der jährlichen Lernstanderhebungen.

Als  

Grundlage  

für  

das  

Erkennen  

von  

besonders  

begabten  

Schülern  

und  

Schülerinnen  

dienen  

Beobachtungen  

im

Unterricht  

und  

die  

Auswertung  

von  

Arbeitsergebnissen.  

Dabei  

wurde  

in  

den  

letzten  

Jahren  

auf  

Konferenzen  

ein

für  

die  

Hausbergschule  

verbindlicher  

Kriterienkatalog  

entwickelt,  

auf  

dessen  

Grundlage  

Kinder  

als  

„besonders

begabt“ eingeschätzt werden (s. auch Anhang „Konzeptionelle Voraussetzungen“. Dazu zählen:

Wortschatz und Artikulationsfähigkeit

Problemlösendes Denken

Expertenwissen

Merkfähigkeit und Gedächtnis

Kreativität und Fantasie

Neugier und Wissensdurst

Hohes Maß an Selbstständigkeit

Deutlicher Vorsprung in den Kulturtechniken gegenüber dem Altersdurchschnitt

Darüber  

hinaus  

besteht  

bereits  

eine  

Zusammenarbeit  

mit  

dem  

zuständigen  

Schulpsychologen  

Herrn  

Dr.  

Busch

vom Staatlichen Schulamt Friedberg.

2.3 

Dokumentation des Lernstands und Erstellung individueller Forderpläne

Zur  

Dokumentation  

individueller  

Lernfortschritte  

dienen  

an  

der  

Hausbergschule  

ein  

Kompetenzheft  

im  

Bereich

Deutsch,   

ein   

Themenheft   

für   

den   

Sachunterricht   

sowie   

ein   

Heft   

für   

differenzierte   

Arbeitsangebote   

im

Mathematikunterricht.    

Hier    

können    

die    

Schülerinnen    

und    

Schüler    

eigenständig    

Lernfortschritte    

und

Interessenschwerpunkte  

dokumentieren.  

Diese  

Hefte  

sind  

auch  

eine  

wichtige  

Unterlage  

für  

die  

Lehrer/innen,

die  

das  

Kind  

nach  

einem  

Klassen-  

oder  

Schulwechsel  

unterrichten.  

Dabei  

zeigen  

die  

Erfahrungen  

der  

letzten

Jahre,  

dass  

es  

wichtig  

ist,  

eine  

Kontinuität  

in  

der  

Dokumentation  

zu  

erreichen  

und  

konkrete  

Vereinbarungen  

zu

den  

Forderbereichen  

mit  

dem  

betreffenden  

Kind  

und  

dessen  

Eltern  

zu  

treffen.  

Darum  

werden  

Kurzberichte  

in

der  

Schülerakte  

abgeheftet.  

Siehe  

hierzu  

die  

überarbeitete  

Fassung  

im  

Schulprogramm  

(Anlage  

wie  

Antrag

2015)

2.4

Qualifizierte Elternberatung

2.4.1

Elterngespräche zur Diagnosevervollständigung

Der   

Zusammenarbeit   

mit   

den   

Eltern   

wird   

ein   

hoher   

Stellenwert   

eingeräumt.   

Ca.   

acht   

Wochen   

nach   

der

Einschulung  

finden  

zwischen  

den  

Klassenlehrerinnen  

und  

der  

in  

der  

Klasse  

arbeitenden  

Sozialpädagogin  

erste

Elterngespräche  

statt.  

Hier  

werden  

die  

Ergebnisse  

der  

bisherigen  

Beobachtungen  

und  

Arbeiten  

der

Kin

der erläutert und durch die häuslichen Erfahrungen ergänzt und vervollständigt.

2.4.2

Förderung des Elternengagements

Im  

Sinne  

von  

und  

Bereicherung  

haben  

die  

Eltern  

die  

Möglichkeit,  

im  

Unterricht  

zu  

hospitieren  

und  

ihn  

aktiv

mitzugestalten,  

um  

ihr  

Kind  

in  

der  

Schule  

zu  

erleben.  

Oft  

arbeiten  

Eltern  

als  

Experten  

im  

Unterricht  

mit  

und

bringen ihre Erfahrungen, ihre Fertigkeiten und ihr Wissen aus ganz unterschiedlichen Lebensbereichen ein.

2.5 Fachlicher Austausch mit weiteren Institutionen

2.5.1

Hochbegabten-Früherkennung in Zusammenarbeit mit außerschulischen Institutionen

Mit  

den  

ortsansässigen  

Kindergärten  

besteht  

bereits  

eine  

enge  

Zusammenarbeit  

im  

Sinne  

des  

Bildungs-  

und

Erziehungsplanes.  

Mit  

dem  

Kindergarten  

in  

Hoch-Weisel,  

aus  

dem  

die  

meisten  

Kinder  

zur  

Hausbergschule

kommen,   

besteht   

seit   

1995   

ein   

Tandem.   

Bereits   

im   

Frühjahr   

eines   

Jahres   

tauschen   

sich   

die   

Leiterin   

der

Eingangsstufe,  

die  

Sozialpädagogin  

der  

Schule  

mit  

den  

Leiterinnen  

der  

Kindergärten  

und  

den  

Erzieherinnen

über  

die  

zukünftigen  

Schulanfänger  

aus.  

Hierbei  

werden  

auch  

besondere  

Begabungen  

zur  

Sprache  

gebracht,  

die

bereits  

im  

Kindergarten  

auffallen.  

Da  

die  

Erzieherinnen  

in  

den  

letzten  

beiden  

Jahren  

vielfältige  

Fortbildungen

in  

den  

Bereichen  

Motorik,  

Dokumentation  

und  

Beobachtung,  

neue  

Erkenntnisse  

neurologischer  

Entwicklung

und  

deren  

Auswirkungen  

auf  

Kinder  

sowie  

Partizipation  

von  

Kindern  

an  

Lernprozessen  

besucht  

haben,  

sind  

die

Erzieherinnen  

kompetente  

Ansprechpartnerinnen,  

wenn  

ein  

Kind  

aufgrund  

besonderer  

Begabungen  

vorzeitig

eingeschult werden soll. Dies sind durchschnittlich vier bis fünf Kinder pro Jahr.

In  

Zweifelsfällen  

wird  

der  

Schulpsychologe  

Dr.  

Busch  

hinzugezogen.  

Geeignete  

Kinder  

können  

dann  

entweder

zum 01.08. oder zum 01.02. des darauf folgenden Jahres vorzeitig eingeschult werden.

Des   

Weiteren   

arbeitet   

die   

Hausbergschule   

im   

Bedarfsfall   

mit   

der   

Justus-Liebig-Universität   

in

Gießen  

zusammen.  

Eine  

ehemalige  

Kollegin  

verfügt  

über  

die  

Expertise  

„Besonders  

begabte  

Kinder

im  

mathematischen  

Bereich“  

(Fr.  

Dr.  

Lack).  

Sie  

berät  

und  

unterstützt  

die  

Lehrerinnen  

bei  

Bedarf.

Außerdem   

nimmt   

die   

Hausbergschule   

immer   

wieder   

an   

div.   

Projekten   

der   

Uni   

Gießen   

teil.

Weiterhin  

gibt  

es  

Kontakt  

zur  

Karg-Stiftung  

in  

Frankfurt  

am  

Main  

in  

Zusammenarbeit  

mit  

der

Goethe-Universität   

(Fachtage   

Hochbegabtenförderung),   

den   

Angeboten   

der   

Lehrer­akademie

sowie   

dem   

Hochbegabtenzentrum   

der   

VHS   

Frankfurt.   

Die   

für   

die   

Hochbegabung   

zuständige

Kollegin nimmt regelmäßig an entsprechenden Angebote/Vorträgen/Symposien teil.

2.5.2

Schulnetzwerk zur Hochbegabtenförderung

Zusätzlich   

wurde   

ein   

Netzwerk   

mit   

Schulen   

der   

Umgebung   

gegründet   

(WeidigGymnasium

Butzbach,   

Lioba-Schule   

Bad   

Nauheim,   

Augustinergymnasium   

Friedberg),   

die   

ebenfalls   

das

Gütesiegel  

für  

Hochbegabtenförderung  

haben.  

Es  

findet  

ein  

halbjährliches  

Treffen  

unter  

Leitung

des zuständigen Schulpsychologen des Staatlichen Schulamtes in Friedberg statt.

2.6

Fort- und Weiterbildung von Lehrkräften der Hausbergschule

Im  

Zuge  

der  

Entwicklung  

der  

jahrgangssgemischten  

Eingangsstufe  

zum  

Flexiblen  

Schulanfang

haben    

viele    

Kollegen/innen    

bereits    

umfassende    

Diagnose-,    

Beratungs-    

und    

Lehrkompetenz

erworben,  

deren  

Möglichkeiten  

auch  

auf  

besonders  

begabte  

Kinder  

übertragen  

werden  

können.

Darüber  

hinaus  

haben  

sich  

neben  

der  

Schulleitung  

mehrere  

Kolleginnen  

bereit  

erklärt,  

Strategien

zur  

Förderung  

besonders  

begabter  

Kinder  

in  

ihren  

Klassen  

zu  

erproben.  

Es  

handelt  

sich  

hierbei  

um

zwei Eingangsstufenklassen ein zweites und ein viertes Schuljahr.

Eine   

Kollegin   

hat   

in   

den   

letzten   

Jahren   

gezielt   

Fortbildungen   

bzw.   

Vorträge   

zum   

Thema

„Hochbegabung“  

besucht,  

um  

ihr  

Wissen  

auf  

besonders  

begabte  

Kinder  

auszuweiten.  

Ebenso  

steht

dem  

Kollegium  

ausreichend  

Fachliteratur  

zur  

Verfügung.  

Eine  

Kollegin  

nimmt  

möglichst  

einmal  

im

Jahr    

an    

Fortbildungen    

der    

Lehrerakademie    

(Goethe-Universität    

Frankfurt    

am    

Main)    

teil.

Besondere    

Schwerpunkte    

waren    

in    

den    

vergangenen    

Jahren    

das    

Thema    

„Underachiever“,

„Hochbegabtenförderung   

im   

21.   

Jahrhundert“   

sowie   

„(Hoch)   

-begabte   

Schüler   

erkennen   

und

fördern“.  

Dieses  

so  

angeeignete  

Wissen  

wird  

von  

der  

Kollegin  

als  

Multiplikatorin  

ins  

Kollegium

getragen.  

Dafür  

ist  

zum  

einen  

Raum  

auf  

Gesamtkonferenzen,  

in  

denen  

die  

beteiligten  

Kolleginnen

über   

ihre   

Fortbildungen   

berichten,   

aber   

auch   

auf   

Fachkonferenzen,   

auf   

denen   

die   

bereits

genannten   

Kriterienkataloge   

erarbeitet   

wurden   

und   

die   

pädagogische   

Arbeit   

weiterentwickelt

wird.

2.7

Evaluation und Dokumentation

Die  

schulinterne  

Evaluation  

findet  

zweimal  

im  

Jahr  

statt.  

Auf  

jeder  

Zeugniskonferenz  

wird  

im

Besonderen   

über   

die   

begabten   

Kinder   

berichtet,   

die   

Ergebnisse   

der   

individuellen   

Förderung

ausgewertet   

und   

über   

weitere   

Möglichkeiten   

der   

Förderung   

innerhalb   

der   

Klassenkonferenzen

beschlossen.

Ein    

weiteres    

wichtiges    

Evaluationskriterium    

ist    

die    

Abstimmung    

der    

Übergänge    

mit    

den

weiterführenden  

Schulen.  

Mit  

dem  

Weidiggymnasium  

in  

Butzbach  

besteht  

seit  

vielen  

Jahren  

ein

pädagogischer  

Austausch  

nach  

dem  

Übergang  

von  

Klasse  

4  

nach  

5.  

Dieser  

Austausch  

findet  

unter

besonderer   

Berücksichtigung   

der   

begabten   

Kinder   

statt.   

Ihre   

weitere   

Entwicklung   

wird   

in

Gesprächsprotokollen    

festgehalten,    

die    

dann    

fortgeführt    

werden,    

da    

die    

Schulleitung    

der

Hausbergschule   

einmal   

jährlich   

Rückmeldung   

darüber   

vom   

Gymnasium   

einholt,   

wie   

sich   

die

weitere   

Schullaufbahn   

der   

ehemaligen   

„Springerkinder“   

gestaltet.   

Diese   

Daten   

werden   

an   

der

Schule  

schriftlich  

fixiert  

und  

gesammelt.  

Eine  

Auswertung  

findet  

dahingehend  

statt,  

dass  

diese

Daten     

die     

Grundlage     

für     

die     

Überarbeitung     

der     

bestehenden     

Kriterienkataloge     

und

Forderschwerpunkte sind.

3.

Ausblick

In    

der    

Arbeit    

mit    

besonders    

begabten    

Schülerinnen    

und    

Schülern    

haben    

sich    

einige

Arbeitsschwerpunkte herauskristallisiert.

In  

Planung  

ist  

eine  

Kontaktaufnahme  

mit  

der  

Begabungsdiagnostischen  

Beratungsstelle  

BRAIN

der Philipps-Universität Marburg.

Die  

bestehenden  

Forderkurse  

und  

die  

geplanten  

Themenangebote  

im  

Nachmittagsangebot  

sollen

regelmäßig  

mit  

den  

Kindern  

reflektiert,  

evaluiert  

und  

erweitert  

ggfs.  

fortgeführt  

werden.  

Dies  

soll

auch  

weiterhin  

in  

Absprache  

mit  

den  

Klassensprechern  

im  

sog.  

Klassensprechertreffen  

stattfinden.

Um   

die   

Interessensgebiete   

und   

besonderen   

Neigungen   

der   

Schüler   

und   

Schülerinnen   

besser

erfassen   

und   

berücksichtigen   

zu   

können,   

soll   

ein   

Schülerfragebogen   

   

in   

Zusammenarbeit   

mit

Klassensprecher/dem  

Klassenrat  

und  

der  

zuständigen  

Lehrkraftentwickelt  

werden.  

Damit  

auch  

die

Elternmitarbeit      

diesbezüglich      

integriert      

werden      

kann,      

soll      

ein      

Anschreiben      

mit

Fragebogencharakter   

entwickelt   

werden,   

den   

Eltern   

schon   

bei   

der   

Schulanmeldung   

ausfüllen

können.     

Des     

weiteren     

nehmen     

einige     

Kolleginnen     

     

an     

der     

Fortbildungsreihe     

für

Demokratieerziehung   

teil,   

um   

besondere   

Begabungen   

der   

Kinder   

auch   

in   

diesem   

Bereich   

zu

fordern.

Ein  

weiteres  

Ziel  

ist  

es,  

die  

Akten  

besonders  

begabter  

Schülerinnen  

und  

Schüler  

nach  

Klasse  

4  

um

Begleitberichte   

für   

die   

weiterführenden   

Schulen   

zu   

ergänzen,   

um   

an   

den   

Möglichkeiten   

der

begabten Kinder anknüpfen zu können.